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5. April 2018
Förderverein als Erfolgsmodell
25 Jahre Einsatz fürs Schwimmbad
Der Frühling ist gekommen, im Schwimmbad beginnen die Vorbereitungen für die neue Saison. Die Rheinpfalz war bei einem Arbeitseinsatz des Fördervereins dabei und berichtet auch über 25 Jahre Förderverein: Im Duttweilerer Schwimmbad laufen die Vorbereitungen für die neue Freibadsaison, die ein Jubiläum mit sich bringt: Im 25. Jahr läuft das Bad unter der Federführung des Fördervereins. Dessen Mitglieder und befreundete Helfer sind bereits eifrig am Werkeln. Geschwommen und geplanscht werden kann dann voraussichtlich wieder ab Juni. Die Umkleidekabinen liegen verwaist wie die Liegewiesen. Doch an den Schwimmbecken herrscht schon rege Betriebsamkeit. Das Wasser aus den 33 Meter langen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken ist abgelassen, und die fleißigen Helfer des Fördervereins sowie weitere Unterstützer aus den umliegenden Orten schrubben, fegen und räumen auf. Dank des Fördervereins laufe das 1936 vom damals noch nicht eingemeindeten Duttweiler in Eigenregie eröffnete Schwimmbad gut, sagt der langjährige Vorsitzende Kay Lützel. 1964 wurde das Gelände dann erweitert, auf dem früheren Abschnitt steht nun eine Schaukel, im Sommer kommt für die Kleinsten ein Planschbecken dazu, und im Schatten kann Beachvolleyball gespielt werden.Das Schwimmbad steht zwar im Besitz der Stadt Neustadt, musste aber vor 25 Jahren durch einen Förderverein vor der Schließung gerettet werden. Die Stadtwerke kümmern sich um Wassertechnik und Schwimmmeister, die Stadt unterstützt den Bäderbetrieb finanziell, und die Vereine organisieren ihn, übernehmen die Geländepflege und Reparaturen. Zahlreiche Aufgaben seien in der Vergangenheit zu bewältigen gewesen, wie etwa das Becken auszubessern, Warmwasserduschen in den Sanitärräumen zu installieren, zu fliesen und zu verfugen, den nahen Bachlauf zu befestigen, Tauchpumpen zu tauschen sowie Gehwege zu erneuern, erinnert Lützel. Die dafür notwendigen Ausgaben des Vereins werden durch Beiträge der derzeit 250 Mitglieder sowie durch Spenden und Aktionseinnahmen finanziert. Vom Vorstand des Fördervereins, der neben Lützel aus der zweiten Vorsitzenden Katrin Orth, Schriftführer Frank Bisgen und Kassenwartin Sonja Winkelmann besteht, seien oft alle zur Mithilfe vor Ort, freut sich Orth. Sie selbst und Winkelmann hätten sogar eine Rettungsschwimmerausbildung absolviert, um den Bademeister zu unterstützen. Aus Geinsheim ist Tobias Sattler gekommen, ein paar Landjugend- und VfL-Mitglieder helfen, und der zehnjährige Niklas steht als einer der Jüngsten in den Startlöchern. Allen gemeinsam ist, dass sie sich auf die neue Badesaison freuen, die voraussichtlich im Juni beginnt. Mit der Zeit habe das Schwimmbad immer mehr Liebhaber gefunden, sagt Lützel. „Freies WLan gibt es jetzt auch“, erklärt seine Tochter Tina stolz. Der Eintritt sei etwas günstiger als in den anderen Bädern, und es schrecke die Leute immer weniger, dass das Beckenwasser nicht geheizt werde. „Dadurch sparen wir viel Energie und Kosten“, so der Vereinsvorsitzende, der hofft, dass es weiter Kreise zieht, wie schnell sich das Beckenwasser in der Sonne erwärmt und dass das Wasser auch nach schlechtem Wetter nicht sofort auskühlt. Denn diese Bedenken führten in wechselhaften Sommern zu Einbrüchen bei den Besucherzahlen. Nach Lützels Unterlagen gab es Höhepunkte mit rund 30.000 Badegästen, während man sich in der schlechtesten Saison mit knapp 4000 zufrieden gebe musste. Auch für Kioskbetreiberin Efi Athanasiou seien Besucher wichtig, sie serviere warme und kalte „Schwimmbadklassiker“ zu den Getränken. Den Rentnern, die sich regelmäßig der Gelände- und Gartenarbeiten annehmen, ist der Vorsitzende sehr dankbar. So könne man sich Sanierungen widmen. In diesem Jahr wird wieder Verschlissenes repariert, zudem soll ein seitlicher Teil des Duschdurchgangsbeckens in der Außenanlage erhöht werden. Dann bekommt niemand mehr nasse Füße, der beispielsweise das schwere Reinigungsgerät zum Beckenrand tragen muss. Frisch herausgeputzt soll das Schwimmbad 2018 Schauplatz eines besonders rauschenden Festes werden: Das jährliche Sommernachtsfest ist am 9. Juni nach zehn Jahren „Hammerdorf“ mit einer „Hammerdorf-Revival-Party“ geplant. Dabei soll es besondere Darbietungen und Wettkämpfe geben. Zur Erklärung: 2008 hatte Duttweiler mit zahlreichen Konkurrenten beim Wettbewerb „Das Hammerdorf“ des Südwestrundfunks um den Sieg gekämpft. Auch wenn Duttweiler damals nicht das Finale erreicht habe, denke man gerne an den Wettbewerb zurück, so Lützel. Der überdimensionale Rebknorzenhammer steht immer noch am Ortseingang und erinnert daran.
| Pressespiegel |
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Das Wasser erwärmt sich auch ohne Heizung
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Rheinpfalz, 5. April 2018
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